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Der Wächter mit den 1000 Augen

Über den Wächter mit den tausend Augen

Sigille des Wächters mit den 1000 Augen (aus dem Buch von OShEE NIC)

Aus dem Codex Asteroidea

… und so lest denn hier die Entstehung der Dämonen Discordias. Warum sie sind und woher sie kommen und warum sie sind, was sie sind. Und am Anfang war die Dunkelheit, denn es ward kein Auge zu sehen das Licht; und es ward Stille, denn es ward kein Ohr zu hören. Und doch ward das Leben reichlich von Zahl und Vielfalt und die große Mutter Starfish lachte. Und als die Zeitalter verstrichen, da geschah, dass sich eine Kreatur manifestierte, eine Kreatur so alt wie die Entwicklung selber und von unbeschreiblicher metaphysischer Natur (ich spare mir deshalb diese Kreatur zu beschreiben). Und man nannte diese Kreatur den Wächter, denn das Attribut dieser Kreatur ward das Auge. Und das Auge ward mächtig und sah, dass es Licht war und die Eigenschaft des Auges das war der Vorteil. Denn das Auge konnte sehen, wo es nicht selbst gesehen werden konnte, und so ward die Beute reichlich und die Kreatur zufrieden. Und doch in ihrer Weisheit gab die Mutter dem Leben selbst die Fähigkeit zu evolvieren, und dieses schnell und so, wie es ewig sein sollte. Da ward das Auge und der Vorteil dessen nun nicht mehr einzig, denn es geschah, dass viele der Wesen das selbst entwickelte Auge zu nutzen wussten. Zeitalter verstrichen und die Kreatur blieb in einem primitiven Stadium der animalischen Intelligenz und dies vermochte sie zu befriedigen, denn es gab nichts außer animalischer Intelligenz und kein Streben nach mehr als Vorteil. Doch in der Zeit des Affen, als die große Kröte diesem sein größtes Geschenk vermachte, da begann auch die uralte Kreatur sich erneut zu regen. Denn aus Vorteil wurde nun der Wunsch nach Kontrolle. Und des Affen Ohr ward offen für dererlei Einflüsterungen und ward alsbald selber willig das Lande und die Welt und deren Leben zu kontrollieren. Und es geschah, dass einer der größten Affen nahm den Pfahl und rammte ihn in den Boden und er nahm derer viele und er nannte dieses Zaun. Und aus der Liebe zur Kontrolle bestimmte er das Land innerhalb des Zauns als das seinige, denn er wusste dieses und solches Leben darin zu kontrollieren. Und so geschah es seitdem immer und immer wieder. Der Affe wollte schließlich auch seinesgleichen kontrollieren, und so sandte er viele seines Volkes aus, auf dass sie die des anderen Volkes hinter dem Zaune beobachten mögen, auf dass der eine Affe wüsste, was der andere zu tun gedenke. Und so geschah, dass die uralte Kreatur wuchs und mächtiger wurde als jemals zuvor und der Affe wurde korrumpiert von ihr und war willens. Und so geschieht es immer wieder und wieder, bis zum heutigen Tage, dass der Affe dem Glauben erlegen ist, dass Kontrolle den Vorteil schafft und der Vorteil dem Affen Macht gewährt. Und er merkt nicht, dass dies alles der alten Kreatur zuträglich ist, die wir heute unter dem Namen der Wächter mit den tausend Augen kennen. Und so warden über die Zeit viele niedere Dämonen, erschaffen aus der brodelnden metaphysischen Ursuppe der Evolution, geformt durch animalische Triebe und zur Vollendung gebracht durch das Begehren und den Intellekt des Affen selbst. Doch jener Erste, der war bevor die Erde selbst war, das war der Wächter mit den tausend Augen. Die Starfisher sehen im Wächter die Manifestation aller Sinne, bekannter wie unbekannter. Er ist zwar verantworlich für den Irrglauben, dass der Mensch alles kontrollieren könne, aber ebenso ist er auch derjenige, der die Blinden wieder sehen lässt und die Tauben wieder hören. Man sagt über ihn seine Macht sei dergestallt, dass es in seiner Nähe sogar den Steinen möglich sei, ihre Umwelt wahrzunehmen. Wie die Wahrheit auch aussehen mag, jedenfalls wird der Wächter ebenso respektiert wie die große Mutter Seestern und Papa Licktoad, wenn es auch Strömungen gibt, die den Tausendäugigen am liebsten gänzlich vernichten würden, da sie ihn für vieles Leid auf der Welt verantwortlich machen. Doch wie so oft hat auch hier die Medaille wohl mehr als nur zwei Seiten.

Anmerkung I: Alles, was wir darüber wissen, entstammt uraltem Wissen und gilt nicht unbedingt als gesicherte Tatsache, obwohl das was hier steht der Wahrheit wohl am nächsten kommt.

Anmerkung II: Beachte, dass jene Dämonen von sich aus weder gut noch böse sind, ja nicht einmal sich solcher Konzepte bewusst zu sein scheinen. Sie existieren, weil es ihre Bestimmung ist zu existieren.

Anmerkung III: In der jüngsten Zeit wird der Wächter zusehendes mit weiteren Spielarten der Kontrolle und Überwachung assoziiert. Drohnen, Überwachungskameras, Spionagesatelliten. Doch ob all dies wirklich auf den Wächter zurückzuführen ist, ist mehr als zweifelhaft und vermutlich wurde auch hier, wie so oft, eine gute Idee schrecklich missverstanden. Jedenfalls resultiert aus dieser Annahme die Sigille des Tausendäugigen, mit der innerhalb des Kultes allerhand magische Rituale vollzogen werden.

diskordianische-taeologie/kabale/starfish_cult/der_waechter_mit_den_1000_augen.txt · Zuletzt geändert: 2020/01/02 23:47 von 41D5K1N6