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Bobat der Bierkipper

Dieser Artikel würde sich sicher über Inhalt freuen. Zumindest, soweit ich die Psychologie von Artikeln beurteilen kann.

Geschichte

Seit Jahrhunderten streiten sich die Gelehrten darüber, ob Bobat der Name eines Dämons ist, oder ob es sich dabei um eine Anzahl ähnlicher Wesen handelt. Fest steht, dass Bobat, ob ein Wesen oder viele, existiert und jene, die das Pech hatten ihm zu begegnen, sind bis an ihr Lebensende in den tiefsten Tiefen ihrer Seele geschädigt. Geflüsterte Legenden, die an den Seelenfeuern an den Rändern des Thud hinter vorgehaltener Hand weitergegeben werden, erzählen von einer Legende, die sich um Bobat rankt und die, trotz Jahrhunderten geprägt von Ausschmückungen und wohlwissendem Auslassen gewisser Elemente, immer noch aussagekräftig genug scheint, um zumindest ein trübes Licht auf das oder die Wesen zu werfen, die man als Bobat den Bierkipper kennt. So heißt es in den ältesten Versionen dieser Legende, dass es zu einer Zeit, als der Mensch noch um Lagerfeuer saß und sein Heim mehr Höhle denn Haus ward, eine Gruppe Menschen sich dem alltäglichen tun ihrer Artgenossen verweigerte und dies in so schändlicher Art und Weise, dass man beschloss, sie zu meiden und sie ihrem unvermeidlichen Ende zu überlassen. Sie waren der Faul und Trägheit in einem Maß verfallen, dass man heute noch rätselt, ob es den Bobat nicht schon zu jener Zeit in einer anderen Form gab, und dass jener bereits von diesen frühen Menschen Besitz ergriff. So saßen sie nun dort, nahezu bewegungslos, und ergaben sich dem Nichtstun, wie es nur jene können, die über eine imense Willenskraft verfügen oder vom gänzlichen Fehlen jener gezeichnet sind. Ob das Grauen, das sie dann befiel, von einer höheren Macht herbeigeführt wurde, oder den Fluch irgendeines verärgerten Schamanen wiederspiegelt, ist nicht überliefert, doch man sagt, sie hätten dort, so bewegungslos wie sie waren, sich nur von dem ernährt, was vorbeikroch; Maden, Spinnen, Würmer und anders Getier stopften sie in ihre Münder und sie wurden fetter und fetter je länger sie dort harrten, denn so ist die Ironie hinter der Geschichte. Ihre Körper zogen umso mehr dieser Kriechtiere und niederer Lebensformen an, je mehr sie verwahrlosten. Angezogen vom Gestank und den salzig klebrigen Ausdünstungen dieser Wesen, die man zu jener Zeit nicht mehr als Menschen bezeichnen könnte, krochen sie bald in Strömen auf die Gruppe zu. Krochen über ihre fetten Leiber und suchten Schutz in den großen Höhlen, die sich dann jedoch als gierige Mäuler entpuppten, nur geöffnet um sie zu verschlingen. Und so will es die Natur, dass das, was verspeist wird, auch wieder ausgeschieden werden muss, und mehr folgten dem Ruf des Gestanks und des Verfalls. Ob es nun die Laune der Natur war, oder eine seltsame okkulte Absonderlichkeit, wie sie nur einige paar Male in jedem Zeitalter vorkommt, die Wesen verschmolzen zu einem. So sagt man, in der Stunde seiner Geburt wären die Würmer und Maden aus dem Boden gekrochen und Schwärme von Fliegen und anderem Getier hätten die Sonne verdunkelt, Käfer, Spinnen udn Asseln bildeten einen lebenden Teppich und selbst die niederen Aasfresser der Meere starben bei dem Versuch, ihr angestammtes Habitat zu verlassen, um zur Quelle dieser Kräfte zu gelangen. Und so erzählt man sich, sei der erste Bobat auf diese Welt gespieen worden. Aufgestiegen als Dämon in den Thud, wo er nun auf seinem Thron sitzt, der er selber ist, und das Getier frisst, das aus seiner abscheulichen Brust herrauswächst. Wie jeder große Dämonenherrscher des Thud hat sich Bobat weiterentwickelt, sodass nun eine seiner Hände an einer nie versiegenden Flasche mit schaalem Bier endet, welches von jener Sorte ist, wie man sie nach durchzechten Nächten in halbvollen Flaschen auf verdreckten Tischen vorfindet. Angereichert mit Getier und Dreck, und doch für Bobat so Nahrhaft wie der Nektar für die alten Götter. Seine andere Hand endet jedoch seit kurzem in einer seltsamen Apparatur, von der man sagt, mit ihr könne Bobat zu jeder Zeit die Bilder anderer Welten auf einen Kasten in seinem Reich projizieren, und dies tut er auch unentwegt. Und so glotzt er bewegungslos auf die anderen Reiche und flüstert jenen, die es ihm gleichtun seine fauligen Absonderungen ein.

diskordianische-praksis/chaos-magick/discordische_daemonologie/bobat.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/08 18:50 von 41D5K1N6