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Serientäter

Verfasst: 12. November 2016, 15:20
von Xerxes
 ! Nachricht von: Bwana Honolulu
Abgesäbelt von hier
Da ich keine Ahnung habe, keine Lust zum Suchen und allgemein mit der Gesamtsituation überfordert bin, stell ich jetzt hier ne Serienreview rein. :XP:

Preacher - Staffel 1 (2015)

Eine der Amazonserien. Sehr gelungen, wie ich finde, wenn man die ganze Sache nicht zu ernst nimmt. Die ersten Folgen lassen dabei vieles im dunklen, was sich entweder später oder garnicht herausstellt.

Es geht prinzipiell um einen Prediger, der gutes Tun will und dafür in einem kleinen Texanischen Kaff, nunja, Prediger wird. Mehr kann und will ich garnicht verraten, denn vieles ist ziemlich kompliziert. Prinzipiell kann man sagen:
- Vampire
- Engel
- Dämonen (irgendwie)

Und das alles höchst unnormal und, ja, einfach anders.

mir hat die Serie viel Spaß gemacht.

(9/10)

Re: Film-Sektion

Verfasst: 14. November 2016, 05:57
von Cpt. Bucky Saia
Bei serien empfehle ich wieder einmal und wiederholt Ash vs Evil Dead ... Tanz der Teufel Ash ist 30 Jahre älter und beschwört aus einer Kifflaune herraus mal wieder das absolut oberböse aus dem absolut oberbösen Buch der absolut oberbösen Namen.
Mischung aus derben splatter mit der komik der frühen Tanz der Teufel Filme und einer gehörigen Portion selbstironie.

Re: Film-Sektion

Verfasst: 14. November 2016, 09:11
von Bwana Honolulu
Ich schraub' mal nachher 'nen Serien-Thread, hätte da auch noch ein paar weniger überraschende Empfehlungen. XD

Re: Film-Sektion

Verfasst: 14. November 2016, 15:56
von Tarvoc
Was Serien angeht, habe ich auch ein paar Empfehlungen:

Eine sehr zu empfehlende Horror-Mystery Serie dieses Jahr war Stranger Things. Vom Feeling her irgendwo zwischen X Files, Twin Peaks und Steven King's "Es" angesiedelt. Hab's leider noch nicht ganz zuende sehen können.

Eine sehr schöne, teilweise sehr diskordische Zeichentrickserie war Over the Garden Wall. Die Serie ist schwer zu beschreiben, es geht um zwei Brüder, die sich in einem Wald verirren, in dem es von Monstern, merkwürdigen Tierwesen und skurrilen Gestalten nur so wimmelt.

Ebenfalls ganz ausgezeichnet ist Rick & Morty. Diese Serie lässt sich im Grunde genommen zusammenfassen als Doctor Who meets Family Guy.

Re: Serientäter

Verfasst: 16. November 2016, 10:35
von Bwana Honolulu
Xerxes hat geschrieben:Preacher - Staffel 1 (2015)
Preacher beruht übrigens auf einem meiner Lieblingscomics aus den 90ern (den ich immer noch nicht durch habe :roll: ), weicht allerdings stellenweise ganz massiv davon ab - meistens zum Besseren (also, TV-geeigneter), ab und an auch mal zum Schlechteren, aber insgesamt ist die Serie ziemlich gut, obwohl Seth Rogen involviert ist. :pfeif:
So, jetzt müsste nur noch jemand Transmetropolitan :transmet: irgendwie vernünftig umsetzen. XD

An Serien kann ich noch empfehlen:

Mr. Robot
Hacker-Thriller-Serie mit einem psychisch etwas durchen Protagonisten (OK, das trifft auch auf die meisten Nebenfiguren zu XD ) und großenteils solidem technischen Hintergrund. Großartige Story mit Mindfuck-Elementen und Gesellschaftskritik. Du kriegst dort technisch realistische Hacks (Social Engineering wird immer wieder gern genommen), Hacktivisten mit Masken (Anonymous lässt grüßen), Drogen, Gedächtnislücken und Wahrnehmungsstörungen... alles sehr spannend und dicht und immer wieder überraschend. Fans von Filmen von Christopher Nolan oder David Fincher könnte das gefallen.

Rick and Morty
Hatte Tarvoc ja schon erwähnt, aber der Darstellung als "Doctor Who meets Family Guy" würde ich wiedersprechen, weil Family Guy einfach kacke ist. XD Das Ganze fing als krude Zurück in die Zukunft-Parodie an (man merkt Rick und Morty ihre Wurzeln als Doc und Marty immer noch an), aber entwickelte bald ein ganz anderes, transdimensionales Eigenleben. Morty ist ein etwas unterbelichteter Frühteen, bei dessen Familie sein genialer, moralisch zweifelhafter und häufig besoffener Großvater Rick einzieht und mit dem er bald absurde und traumatische Abenteuer im Weltraum und diversen Paralleldimensionen erlebt, von denen einige selbst H.P. Lovecraft noch schlaflose Nächte bereiten würden.

Better Call Saul
Eine Prequel-Serie zu Breaking Bad. Klingt zu gut, um wahr zu sein, ist es aber. Man kann miterleben, wie der windige Anwalt Saul Goodman wurde, wer (und was) er bei Breaking Bad war. Jede Menge schräge und nie ganz saubere, aber oft verblüffend liebenswürdige und immer interessante Charaktere, die in zum Teil ziemlich zähneknirschende Situationen geraten, halt ganz im Breaking Bad-Stil.

Stranger Things
OK, diese Mystery-Serie ist mit ihrem Retro-Charme echt was für Leute, die nach Memberberries süchtig sind, aber eben nicht nur. Man fühlt sich oft erinnert an Spielberg-, Lucas- und Carpenter-Produktionen, oder auch an gewisse Verfilmungen von Stephen King-Werken: Das Ganze spielt in den Achtzigern und die Protagonisten sind um die 12 Jahre alt, als sie plötzlich mit Kräften und Wesen ganz anderer Art konfrontiert werden, und natürlich hängt die Regierung auch mit drin.

Re: Serientäter

Verfasst: 16. November 2016, 11:15
von Bwana Honolulu
Noch mehr:

True Detective
Insbesondere die erste Staffel ist super: Krimi mit starken Horror-Anleihen. Düster, gritty, mit einem typisch knurrigem Woody Harrelson und einem total kaputten Matthew McConaughey als Detectives, die einem Serienmörder mit Lovecraft-artigen Bezügen über mehrere Jahrzehnte hinweg jagen. Das ganze ist nichtlinear erzählt und wirkt ziemlich düster und pessimistisch.
Die zweite Staffel ist eine völlig neue, eigenständige Geschichte mit anderen Charakteren: Drei Police Detectives von verschiedenen Polizeibehörden, die zusammen versuchen, einen grausamen Mord aufzuklären und dabei immer tiefer in eine größere Sache verwickelt werden, die schließlich ihr Leben beherrscht. Immer noch spannend, aber eher linear erzählt und ohne die Horror-Elemente, die den großen Reiz der ersten Staffel ausmachten.

Taken
Ja, die Spielberg-Miniserie ist schon ein paar Jährchen alt, aber meiner Meinung nach lohnt sie sich. Manchmal bevorzuge ich ja abgeschlossene Miniserien gegenüber so Monstern mit sieben Staffeln á 13 Episoden, die irgendwann imemr mehr nachlassen und dann ohne das angedachte Finale abgesetzt werden (Gegenbeispiel: natürlich Breaking Bad). Wo war ich gerade? :roll: Ach: Taken. Die Serie schafft es, in 10 Episoden die verflochtenen Geschichten dreier Familien zu erzählen, die auf sehr verschiedene Art Kontakt mit Aliens hatten, von den spätern Vierzigern bis in unsere Zeit. Es werden viele klassische UFO-Phänomene - UFO-Sichtungen Entführungen, Implantate, der Absturz in Rosswell und was die Regierung damit zu tun hat - aufgegriffen und mit der Geschichte dreier Generationen verbunden.

Re: Serientäter

Verfasst: 18. November 2016, 18:59
von Tarvoc
Bwana Honolulu hat geschrieben:Rick and Morty
Hatte Tarvoc ja schon erwähnt, aber der Darstellung als "Doctor Who meets Family Guy" würde ich wiedersprechen, weil Family Guy einfach kacke ist. XD
Mh ja... in gewisser Weise ist es eher Doctor Who meets South Park - oder vielleicht noch eher Doctor Who meets Invader Zim. Ich kann Family Guy auch nicht mehr wirklich ab.

Re: Serientäter

Verfasst: 18. November 2016, 20:27
von Xerxes
Ich wollte True Detective eigentlich mal schauen weil ich gehört hab das dar Carcosa ne Rolle spielt :kopfkratz:

Re: Serientäter

Verfasst: 18. November 2016, 20:39
von Bwana Honolulu
Erste Staffel und in gewisser Weise, ja. ;-)

Re: Serientäter

Verfasst: 28. Februar 2017, 00:54
von Bwana Honolulu
Black Mirror
Britische SciFi-Serie über die Auswirkungen des digitalen Fortschritts und neuer Technologien auf den Menschen. Das Ganze ist eine Anthologie, jede Folge ist also eine abgeschlossene Geschichte, die nichts weiter mit den anderen Folgen zu tun hat, und in der Regel sind die Storys bitterböse, schockierend, manchmal auch satirisch, aber alle sehr gut ausgearbeitet. Bislang git es 12 Episoden in drei kurzen Staffeln. Auf jeden Fall sehenswert, auch, wenn man nicht unbedingt gute Laune hat danach.