
Jetzt stell' dir eine 2D-Welt vor, eine flache Ebene, mit zweidimensionalen Bewohnern. Keine Tiefe, nur Länge und Breite. Kein Oben oder Unten, aber Rechts, Links, Vorne und Hinten. Wenn du ihre Augen betrachten würdest, müsste die "Projektionsfläche" ihrer "Netzhaut" eine Art Linie sein, also eindimensional - wieder eine Dimension weniger als ihre Umwelt. Sie könnten ja nicht aus ihrer Ebene hinausschauen. Die "Oberflächen" der zweidimensionalen Objekte, die sie betrachten, müssten dementsprechend eindimensionale Linien sein. Und auch diese zweidimensionalen Wesen könnten weder sehen, was auf der Rückseite eines opaken Gegenstandes ihrer Welt ist, noch, was sich in seinem Inneren befindet, weil ihr Bild nur eindimensional ist.
Umgekehrt kann man jetzt daraus auf die Augen einer höherdimensionalen Lebensform schließen. Ein vierdimensionales Lebewesen müsste dementsprechend eine Netzhaut im Auge haben, deren Projektionsfläche drei Dimensionen hat, und auf die dreidimensionale Bilder von vierdimensionalen Objekten projeziert werden.
Und genau dasselbe, nämlich eine dreidimensionale Projektionsfläche - mit einer recht geringen Auflösung - ist der imaginäre 9×9×9-Würfel.
