Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

Bucky Saia hat geschrieben:Im übrigen bin ich der Ansicht das es unsere heilige Pflicht ist ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen.

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Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

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Ok, ich habe vor das Buch vom GSP "Die Psychologie des bürgerlichen Individuums" zu nem Comic umarbeiten.

Dementsprechend werde ich meine Ideen für den Comicstrip hier sammeln und dann auch hoffentlich umsetzen. Vermutlich wird das ganze Comic ewig dauern, wer will kann sich gerne beteiligen.
Dabei schreibe ich Kapitelweise die Zusammenfassung auf und dann vorschläge, wie man das in ein Comic packen kann. Ich muß mich leider erst in GIMP einarbeiten, ich kann die Ideen also nicht sofort malen, es dauert ein wenig.
"Die Lehre vcn Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist" (Lenin)

"Ideologiekrtiker setzen alle Hebel in Bewegung, um die Leute davon abzubringen, an eine jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung zu glauben; wir derweil arbeiten an eben dieser." (Marlon Grohn)
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

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Zusammenfassung der Einleitung

Vom Fehler der bürgerlichen
und vom Gegenstand
einer materialistischen Psychologie

Psychologie gibt es überall, von der seriösen Therapie bis zum unverbindlichen Ratgeber, man erhofft sich mit dem Einsatz der Weisheiten der Psychologie auf sich und andere einen Erfolg.

Der GSP behauptet nun, dass die bürgerliche Psychologie, egal ob Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie, grundverkehrt ist und auf 3 falschen Prinzipien beruht.

1. falsches Prinzip:
Die Psychologen streiten dem Menschen den objektiven Zweck seiner Handlungen ab. Sowohl Freud(Tiefenpsychologie) als auch Skinner(Verhaltenstherapie) sehen da immer Mechanismen und Instanzen am Werk, die dem handelnden Individuum unbekannt sind bzw. unbewußt, die der eigentliche Antrieb hinter der konkreten Handlung sein sollen. Und das, obwohl sich beide Schulen eigentlich gegenseitig ablehnen.

Beispiel: Ich kaufe mir nicht Schuhe weil ich welche gebrauchen kann, sondern weil bestimmte Instinkte mich zu dem Schuhkauf veranlasst haben oder mich die Schuhe an ein Erlebnis in meiner Kindheit errinern.

2. falsches Prinzip:
Die Psychologen leugnen, dass der Mensch einen freien Willen hätte und sprechen von einer Kontrollilusion, der Mensch bildet sich also ein rational zu handeln tut es aber nicht. Das scheinbar widersprüchliche Verhalten der Menschen wird dadurch erklärt, dass bei ihnen ein Wust von Faktoren am wirken ist, denn sie nicht erkennen noch kontrollieren können. Natürlich kann ein geschulter Psychologe alles genau erkennen, was andere nicht erkennen und begründet so seine Kompetenz gegenüber anderen

Beispiel: Ich bilde mir ein die Schuhe für einen vernünftigen Zweck zu kaufen, aber das ist nur eine Illusion, in Wirklichkeit bin ich das Opfer unterbewußter Mechanismen odder ähnliches die im ersten Beispiel genannt werden.

3. falsches Prinzip:
Die Psychologen lehnen jede Erklärung von psychologischen Phänomenen (Gefühlen, Bewußtsein, Sprache einer Person usw.) ab, sondern deuten diese als Motiv einer Person. Sie halten das Verhalten einer Person als psychologisch erklärbar, ohne es erklären zu können und sich teilweise gar nicht sicher sind, ob ihr Theoriegebäude irgendetwas mit der Wirklichkeit zu tun hat.

Beispiel: Das mir die Schuhe gefallen haben die ich letztendlich gekauft habe hat keinen Einfluß auf die Kaufentscheidung, dahinter steckt in Wirklichkeit ein Motiv, dass sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht.

Der GSP will die Welt der Psychologie also mal materialistisch zurechtrücken und seine eigene Theorie davon liefern, wie bürgerliche Menschen sich nunmal so individuell verhalten. Es ist also der Anspruch des Buches, den bürgerlichen Menschen materialistisch erklären zu können. Dabei läuft die Erklärung darauf hinaus, dass sich der freie Wille der Herrschaft des Kapitals fügt. Dabei geht es nicht um Verständniss, sondern darum dieses Verhalten zu kritisieren.

Dabei geht es sowohl um die Widerlegung des Standpunktes, die bürgerliche Herrschaft entspreche der Menschennatur, wie auch ihr Gegenteil, diese sei unmenschlich. Vielmehr ist es die Anpassungsleistung des Individuums, die diese Form der Herrschaft stabilisiert.

Diese Anpassungsleistung ist der Versuch, die bürgerliche Herrschaft besser aushalten zu können.
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

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Meine Ideen für die Einleitung:

a) Janushäuptiger Psychologe, der mit gespaltener Zung spricht und zweimal auf gleiche Weise lügt
Problem: Den Psychologen als Teufel darzustellen täuscht darüber hinweg, dass er auch selbst Opfer seines falschen Denkens ist.
b) Roboter, der seine Maske austauscht, je nachdem was der Kunde fordert.

Buckys Idee:

Psychologe labert einen zu, und beim rauszoomen sieht man das er in der Gummizelle sitzt und angekettet ist.

Anyway sollen dabei die 3 falschen Prinzipien aufs Korn genommen werden und zeigen, dass sie nur eine affirmative Funktion haben anstatt die Psychologie der bürgerlichen Menschen wirklich erklären zu können.
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Cpt. Bucky Saia
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

Beitrag von Cpt. Bucky Saia »

und wenn du alle 3 benutzt in einer diskussion über schuhe? Und alle drei sitzen in der Gummizelle?
"Wir sind nicht der Abschaum. Wir sind der schillernde, toxische Schleim der auf dem Abschaum schwimmt ..."
Seine Spektralität Cpt. Bucky "Saia" Sternentänzer
alias Papst Cerrynt Eiledol von Welodd alias Nede E Lym von Leng alias Baktus Paradonti alias Dr. Dromis Seth, Master Phool im Outer Space, (Mitbe)Gründer der Univers-City of Sockovia, Moonman Winter Dream, aus der dritten Vergangenheit, General Error der Invasionstruppen, Captain der ersten erisischen Kompanei westlich von Osten, Hüter des hailigen GNARV und anderer nutzloser Dinge, Dunkelelfischer Bischof von Betty, Vorstand der Company auf Lebenszeit, Ernenner des Fonsis auf Zeit, der während eines Bades ehrenhaft erleuchtete, Beschützer des rauchenden Orakels am Stiel, exzellenter Züchter der feinsten Flugaffen nördlich von Reykjavík, Eiliger Hailigenpfleger der Aktion 23, (Er)Finder des Starfish Mythos, Transluzenter Geheimniskrämer und unter der Hand Händler, Schieberkönig der Unwissenden, Verfasser von nicht geschriebenen Werken, autorisierter Verkäufer von "Das LichtTM" und "SeelenheilTM", eingeweihter Oberanti der D.A.D. sowie Pharao Hypothep alias Pharao Pontifex zu Popanz von Paranoia Panoptikum, Bürokrat im Büro für Zweckentfremdung, Anwender von Methoden, Knazler und freier Beratzer auf Schloß Gammelot in Mottrop´s Tradition, Vorsichtsratsaufstand im Konglomerat, Eidechsenkönig und Universalgott Nr. 5
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

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Cpt. Bucky Saia hat geschrieben:und wenn du alle 3 benutzt in einer diskussion über schuhe? Und alle drei sitzen in der Gummizelle?
jo, das klingt auch cool.
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

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Teil I:
Das moralische Individuum –
Wie funktioniert ein abstrakt freier Wille?

§0

Wenn der Mensch abstrahiert, zerlegt er den Gegenstand in Teile um zu verstehen, wie sie logisch zusammenwirken und kommt so dem wie? und warum? von Natur und Gesellschaft auf die Spur, natürlich macht er dabei auch ab und zu mal Fehler, die aber in logischen Fehlern der Abstraktion nachzuweisen sind.
Steht aber ein Interesse hinter der Abstraktion, den Gegenstand so und nicht anders zu bestimmen, so können solche gewollten Denkfehler ganze Theoriegebäude erfinden, um sich hinter ihnen zu verstecken. Natürlich ändert dies nichts daran, dass diese Theoriegebäude in sich inkonsistent sind.

Das ist aber alles kein Argument gegen die Abstraktion an sich, sondern nur gegen die falsche bürgerliche Wissenschaft, die sich nicht der Objektivität verpflichtet lassen will. Jedes Argument gegen das Denken entspringt nämlich selbst dem Denken.

Weiterhin kommt Abstraktion in der Wirklichkeit vor. Marx spricht von abstrakter Arbeit und meint damit Lohnarbeit, also man arbeitet um an Geld zu kommen und nicht wegen dem Produkt das man herstellt, und von abstraktem Reichtum und meint damit Geld, dass man bekanntlich nicht essen kann aber in dieser Gesellschaft braucht um an alles heranzukommen.

In diesem Psychologiebuch soll es aber nicht um die äußeren Bedingungen gehen, sondern um das angestrengte Mitmachen des bürgerlichen Individuums im kapitalistischen Zirkus, also wie das bürgerliche Individuum seinen freien Willen aufgibt um ihn so einzurichten, dass er dem Leben im Kapitalismus etwas abgewinnen kann, dementsprechend ist von einem abstrakt freien Willen die Rede. Also wie das bürgerliche Individuum es schafft, sich aus eigenem Interesse nützlich zu machen.

Dabei geht es nicht darum, die psychologische Erklärung zur Erklärung der gesellschaftlichen Zustände zu nutzen, denn es sind immer noch Klassen, die diese Gesellschaft ausmachen und nicht "der Mensch".
Dennoch werden die äußeren Umstände erwähnt, damit klar ist, woran sich das Subjekt anpasst und um die armseligen Bewegungsgesetze der bürgerlichen Seele zu erläutern.
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

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Ideen für Teil I §0:

bucky schlug vor den Kargokult zu bemühen, und in der Tat gibt es einträge in Wikipedia, wie Bwana herauskriegte :-)
Metaphorischer Begriffsgebrauch

Gelegentlich wird im englischen Sprachraum der Ausdruck „Cargo-Kult“ für oberflächliche Nachahmung äußerlicher Handlungsweisen erfolgreicher Menschen in Erwartung von Reichtum und Ansehen verwendet.

Als Cargo-Kult-Wissenschaft bezeichnete der Physiker Richard Feynman eine formell richtige, aber ansonsten sinnlose Arbeitsweise im Wissenschaftsbetrieb oder bei der Softwareentwicklung. Die Entsprechung in hierarchischen Systemen wird als Cargo-Kult-Management bezeichnet. Auch hier stehen formal richtige Vorgehensweise und zur Schau getragene Umtriebigkeit zur realen Wirkungslosigkeit des Handelns in einem (teilweise bizarren) Gegensatz.
Dementsprechend wären die bürgerlichen WIssenschaften ein Cargo-Kult, insbesondere die Geisteswissenschaften.

Aber eben auch der abstrakt freie Wille, von dem weiter oben die Rede ist. Man legt sich ein Weltbild oder Menschenbild zu, dass vollkommen bedeutungslos ist und nur dazu dient die Welt oder die Menschen dadrin besser zu ertragen.

Weiterhin könnte die abstrakte Arbeit oder der abstrakte Reichtum zum Kargokult ausgebaut werden.
Dabei ist zu beachten, dass es dennoch eine Klasse gibt, die von dieser Abstraktion profitieren, und zwar die Kapitalistenklasse. Nur alle anderen eben nicht. Die Abstraktion im Kapitalismus ist also nicht komplett sinnlos, nur die meisten leiden eben darunter, für einige rechnet es sich.

Man müsste also hineinarbeiten, dass die Menschen beim Cargo-kult mitmachen, weil sie sich einbilden, dass der Cargo-Kult das Mittel ist, in der Gesellschaft des Cargo-Kults zu überleben. Genau das garantiert aber leider ihren dauerhaften Mißerfolg.
Damit ist nicht gesagt, dass Rebellion erfolgreich wäre.

Das ist so die Zwickmühle. Mitmachen ist scheiße, es lassen geht auch irgendwie nicht.
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

Beitrag von Cpt. Bucky Saia »

Man könnte auch argumentieren, dass die Produktion als solche und dort die unkalkulierte Überproduktion im speziellen eine Art tätigkeit des Cargo Kultes darstellt in der Hoffnung auf späteren Profit. Also im grunde das was bereits kritisiert wurde. Nämlich das für den Markt produziert wird in einer Masse die den Markt mit Produkten überschwemmt in der Hoffnung bei erhöhter Produktion auch erhöhte Gewinne zu erzielen. Dies ist aber insofern nicht realistisch da ein erhöhtes angebot an Waren zu einem Preisverfall führt (es müssen daher noch mehr Waren produziert werden die günstig verkauft werden) bzw ist der Markt bei haltbaren Produkten irgendwann gesättigt weshalb man vorzugsweise Ware produzieret die nicht sonderlich haltbar ist. Was nebenbei bemerkt auch über die verwendung günstiger Teile geschehen kann.

Der Kapitalistische Cargo Kult wäre demnach das Phänomen der wahnhaften Produktion von Gütern in der Hoffnung durch viele Güter, oder aus Sicht des Arbeiters besonders viel Arbeit die investiert wird, Cargo (in form von Kapital oder allgemein eine verbesserung der Lebensqualität) zu erhalten. Im falle der Produktion führt dieses verhalten zu benannter überschwemmung des Marktes mit seinen konsequenzen im falle des Arbeiters tatsächlich manchmal zu einer verbesserung der Lebensqualität die zwar geringfügig aber spürbar ist. Fraglich ist dabei ob sich eine höhere quote der verbesserung der Lebensqualität auch erreichen lassen könnte wenn man seine Zeit und Arbeitskraft ausserhalb der Produktion für eigene Bedürfnisse investiert.

Hier scheint sich wohl der alte glaube bahn zu brechen das man sich hocharbeiten könne solange man nur genügend arbeite. Das alte vom Tellerwäscher zum Millionär wenn man so will. Dies ist aber eine Illusion denn auf jeden Millionär der auf jenem weg zu Geld kam kommen tausende die es nicht schaften, sich buchstäblich totarbeiteten. Die Medien nun legen den Fokus jedoch auf jenen einen der es schaffte, so das der eindruck erhalten bleibt man könne mit genügend Arbeit reich werden. Dabei kann man den Medien nicht mal einen vorwurf machen denn jener Mechanismus scheint doch eher unterbewusst und nicht gesteuert.
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

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Cpt. Bucky Saia hat geschrieben:Man könnte auch argumentieren, dass die Produktion als solche und dort die unkalkulierte Überproduktion im speziellen eine Art tätigkeit des Cargo Kultes darstellt in der Hoffnung auf späteren Profit. Also im grunde das was bereits kritisiert wurde. Nämlich das für den Markt produziert wird in einer Masse die den Markt mit Produkten überschwemmt in der Hoffnung bei erhöhter Produktion auch erhöhte Gewinne zu erzielen. Dies ist aber insofern nicht realistisch da ein erhöhtes angebot an Waren zu einem Preisverfall führt (es müssen daher noch mehr Waren produziert werden die günstig verkauft werden) bzw ist der Markt bei haltbaren Produkten irgendwann gesättigt weshalb man vorzugsweise Ware produzieret die nicht sonderlich haltbar ist. Was nebenbei bemerkt auch über die verwendung günstiger Teile geschehen kann.

Der Kapitalistische Cargo Kult wäre demnach das Phänomen der wahnhaften Produktion von Gütern in der Hoffnung durch viele Güter, oder aus Sicht des Arbeiters besonders viel Arbeit die investiert wird, Cargo (in form von Kapital oder allgemein eine verbesserung der Lebensqualität) zu erhalten. Im falle der Produktion führt dieses verhalten zu benannter überschwemmung des Marktes mit seinen konsequenzen im falle des Arbeiters tatsächlich manchmal zu einer verbesserung der Lebensqualität die zwar geringfügig aber spürbar ist. Fraglich ist dabei ob sich eine höhere quote der verbesserung der Lebensqualität auch erreichen lassen könnte wenn man seine Zeit und Arbeitskraft ausserhalb der Produktion für eigene Bedürfnisse investiert.
Ich denke wir müssen uns mal über die Natur des Cargo-Kults klar werden.
Im verlinkten Wikipediaartikel geht es ja dadrum, dass der logische Zusammenhang eines Dinges nicht richtig verstanden worden ist und deswegen Nebensächlichlichkeiten wie das tragen einer US-Uniform fälschlicherweise als Ursache für den Anflug eines Helikopters gedeutet werden.

Im Kapitalismus ist es tatsächlich so, dass viele in ihn involvierte Subjekte ein falsches Bewußtsein über den Zweck der kapitalistischen Wirtschaft haben, und zwar dadurch dass sie Sachzwänge als eine Naturgegebenheit interpretieren und nicht sehen dass dieser Sachzwang von den Entscheidern so gewollt ist.

Beispiel:
Sie denken sich den Kapitalismus so, dass er auf Sachzwängen beruht. Also mit knappen Mitteln gut zu kalkulieren. Dabei sind die Mittel - heutzutage - nur knapp, weil es Leute gibt die das so wollen.

Dabei ist festzuhalten: Die Mehrheit der Beteiligten versteht wirklich nicht was gespielt wird, der Vergleich mit dem Cargo-Kult passt also. Oder aber: sie sperren sich gegen die Erkenntniss, weil sie lieber ihren Platz in der Gesellschaft behalten wollen, anstatt über eine Alternative nachzudenken. Allerdings: Nur weil sie nicht verstehen wollen, was sie da tun oder es falsch verstehen, heißt es nicht das es Personen gibt die nicht raffen was los ist.
Dieses falsche Bewußtsein meinte Marx wenn er über den Warenfetisch spricht, dem zwar alle objektiv unterworfen sind, aber von dem viele glauben es sei ein "Sachzwang" dem sie sich fügen müßten und nicht das Diktat der herrschenden Klasse. Habe das heute extra nochmal recherchiert um es gut erklären zu können.

Ich hoffe meine Antwort ist verständlich?
Cpt. Bucky Saia hat geschrieben: Hier scheint sich wohl der alte glaube bahn zu brechen das man sich hocharbeiten könne solange man nur genügend arbeite. Das alte vom Tellerwäscher zum Millionär wenn man so will. Dies ist aber eine Illusion denn auf jeden Millionär der auf jenem weg zu Geld kam kommen tausende die es nicht schaften, sich buchstäblich totarbeiteten. Die Medien nun legen den Fokus jedoch auf jenen einen der es schaffte, so das der eindruck erhalten bleibt man könne mit genügend Arbeit reich werden. Dabei kann man den Medien nicht mal einen vorwurf machen denn jener Mechanismus scheint doch eher unterbewusst und nicht gesteuert.
Naja, man kann schon den Vorwurf machen, dass die Journalisten doch bitte mal aufhören sollten Geschichten zu schreiben wie gut es uns allen geht, wenn sie doch wissen das das nicht stimmt. Ansonsten sehe ich das auch so.
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Re: Die Pschüchologie des burgerlichen Indyviduums

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§ 1. Der falsche Materialismus des erlaubten Erfolgs

Das bürgerliche Subjekt erfährt vom Staat was erlaubt und was verboten wird. Sein Materialismus wird ihm gestattet, aber nur in den vorgegebenen Bahnen. Er sinnt fortan darauf, wie er mit dem ihn zugewiesenen Mitteln Erfolg haben kann.

Quasi Janushäuptig ergibt sich zu den Kritierien des erlaubten Erfolgs auch der Maßstab des erfolgreichen Anstandes. Mit beidem be- und verurteilt er von nun an die Welt, die Mitmenschen, die Instanzen und nimmt die vorgefunden Kriterien in seinen Willen auf, damit sein WIlle auch dem Erlaubten entspricht. Er relativiert seinen Willen also, damit er sich stets im legalen Rahmen bewegt.

Dabei hat die bürgerliche Psychologie einige Anstrengungen aufgewendet um die Freiheit des Willens wegzudisktieren, die jedoch ein Pleonasmus ist, das heißt der Wille ist per definitionem frei, weil er immer will, was er will. Diesen simplen Fakt will die Psychologie die an den Universitäten gelehrt wird nicht wahrhaben.

Freud beschwöhrt dazu das unbewußte, die Verhaltenstherapeuten wollen unzählige Faktoren kennen.

Beispiel: Wenn jemand einem Gefühl folgt, so hat er bewußt den Beschluß gefasst, dem Gefühl zu folgen, ist ihm also keineswegs ohnmächtig ausgeliefert, wie die Psychologen behaupten.

Die zweifelhafte Leistung der bügerlichen Psychologie besteht also dadrin, dass falsche Bewußtsein des bürgerlichen Individuums und die zugehörigen Techniken der Selbstkontrolle zu einem Menschenbild zu stilisieren anstatt dadrin die Folge des Anpassungswillens an die gegebenen Verhältnisse zu sehen.
Auch bei Hegel erkennt der sich objektivierende Geist schließlich die Sachzwänge an, was ein Fehler Hegels war.

Die oben angesprochene Relativierung des Willens führt umgekehrt dazu, dass das bürgerliche Subjekt die ganze Welt als eine Gelegenheit für sich selber deutet, es also alles darf, was nicht verboten worden ist.

Erwartung und Enttäuschung sind also sehr davon abhängig was ein Individuum besitzt, über welche Mittel es verfügen darf. Dementsprechend unterschiedlich ist auch die Zufriedenheit mit der Welt. Dieses bekannte Phänomen wird dann als individuelle Meinung umgedeutet und ihr so die Objektivität abgesprochen.
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